Wir mosten Ihr Obst



Die Lohnmostsaison auf der Bergschäferei ist beendet. Allen Kunden ein herzliches Dankeschön!

Die MitarbeiterInnen der Bio-Kelterei Bergschäferei.

 

 

Was können Sie für die Bekömmlichkeit Ihres Obstsaftes tun?

 

Eine rasche Verarbeitung, des von Ihnen gepflückten oder geschüttelten Obstes, ist förderlich für den Saft. Daher empfehlen wir, eine Lagerzeit von 3 Tagen nicht zu überschreiten, wenn es nicht zu warm ist. Pflückäpfel können länger liegen.

Das Obst sollte trocken und kühl stehen und hin und wieder nachsortiert werden.

Mostobst ist sauber, frei von Fruchtholz, Blättern, Gras und hat keine Faulstellen. Auch bei uns wird Ihr Obst nochmals sortiert und gewaschen, doch je sauberer und frischer das Obst verarbeitet wird, umso besser ist die Qualität des Saftes. Einfache Druckstellen, die beim Fallen des Obstes entstehen, schaden dem Ergebnis nicht. Faulstellen dagegen enthalten Patuline, die bei der Erhitzung des Saftes nicht zerstört werden und so seine Qualität und Haltbarkeit mindern. Es handelt sich hier um Zellgifte, die auf keinen Fall in den Saft gehören.

Bitte schneiden Sie keine faulen Stellen aus, sondern schmeißen Sie den ganzen Apfel weg. Der Apfel trocknet aus und Erreger dringen ein.

Mostäpfel sollten genuss- und pflückreif sein, das heißt, sie haben schon Fruchtsüße und -säuren entwickelt, lassen sich leicht vom Baum pflücken, und die Kerne sind bereits braun gefärbt. Kosten Sie Ihre Äpfel - wohlschmeckende Aromen oder eben mögliche Unreife finden sich meistens auch im Saft wieder!

Birnen hingegen verarbeitet man in der Hartreife, vor der Genussreife und dem Weichwerden. Zu spät gepflückte Birnen lassen sich nicht pressen. Sie verkleben die Presse und erbringen nur wenig Saft. Reiner Birnensaft schmeckt meist fade, ihm fehlt die Säure. Wir empfehlen ein Mischverhältnis Apfel-Birne von 2:1. Zu spät geerntete Birnen können wir nicht verarbeiten.

Die Herstellung von reinem Quittensaft ist nur an gesonderten Tagen und als Sammelpartie möglich. Die 5 l Box kostet 1 € mehr. Quittenhäarchen können sich auch im Saft wiederfinden. „Quittenprofis“ entfernen diese vorher durch Schütteln der Quitten im Raschelsack (Zwiebelsack).

Wie geeignet ist Ihr Obst zur Herstellung eines guten Saftes? Ein wohlschmeckender, aromatischer Saft lebt von einem ausgewogenen Säure-Zucker-Verhältnis. Leider ist der eigene nicht immer der leckerste Saft !!! Je sortenreicher Ihr Obst ist, desto aromatischer schmeckt in der Regel Ihr Saft. Die meisten Sorten eignen sich nur bedingt für einen sortenreinen Saft. Bei Partien mit nur einer oder zwei Sorten empfehlen wir daher die Mischung mit einer geeigneten, ebenfalls sortenarmen „Nachbarpartie“, so dass beide Partien geschmacklich aufgewertet werden. Vermerken Sie auf dem Laufzettel „bitte Mischen“, wenn Sie eine solche Verfahrensweise wünschen.

Rohsaft für die eigene Weinbereitung kostet 0,70 € /1 l. Eigene Gärbehälter müssen mitgebracht, Glasballons ohne Schutz können wir nicht verwenden.